Der stellvertretende Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), Ryozo Himino, sagte am Donnerstag, dass die Zentralbank die Anhebung des Leitzinses fortsetzen und die geldpolitische Unterstützung auf Grundlage der wirtschaftlichen, preislichen und finanziellen Entwicklungen anpassen sollte.
Ein steigender globaler AL-Nachfrage soll die Wirtschaft und die Preise nach oben treiben.
Ein fragiler Yen hilft, die Inflation anzukurbeln.
Ich glaube, die Zentralbank sollte die Anhebung des Leitzinses fortsetzen und die geldpolitische Unterstützung auf Grundlage der wirtschaftlichen, preislichen und finanziellen Entwicklungen anpassen.
Preisrisiken nach oben müssen mehr denn je beachtet werden.
Es ist wichtig, die Kerninflation nahe 2% zu stabilisieren.
Wir werden Risiken in jeder geldpolitischen Sitzung erörtern.
Wenn die Kerninflation über 2% steigt, könnte dies die Wirtschaft negativ beeinflussen.
Die Steuerung der Geldpolitik erfordert die Berücksichtigung mehrerer Faktoren.
Wir sollten uns stärker auf das Aufwärtsrisiko für die Preise konzentrieren als bisher.
Der Schlüsselfaktor für die geldpolitische Ausrichtung sind der Ausblick und die Risiken, nicht die zugrunde liegenden wirtschaftlichen Bedingungen.
Die Wirkung der Geldpolitik auf die Preise wird Zeit brauchen.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegt das Paar USD/JPY 0,04% im Minus bei 159,24.
Die Bank of Japan (BoJ) steuert die japanische Geldpolitik und hat ein Inflationsziel von rund 2 %. Ihre Maßnahmen haben einen wesentlichen Einfluss auf den japanischen Yen.
Die Bank of Japan implementierte im Jahr 2013 eine extrem expansive Geldpolitik, um die wirtschaftliche Aktivität zu stimulieren und in einem deflationären Umfeld Inflation zu erzeugen. Diese Politik, basierend auf quantitativer und qualitativer Lockerung (QQE), beinhaltete den Ankauf von Vermögenswerten wie Staats- und Unternehmensanleihen durch die Schaffung von Zentralbankgeld, um zusätzliche Liquidität bereitzustellen. Im Jahr 2016 intensivierte die BoJ diese Maßnahmen, führte Negativzinsen ein und begann, die Renditen von 10-jährigen Staatsanleihen direkt zu steuern. Im März 2024 vollzog die Bank eine Kehrtwende, indem sie die Zinsen anhob und sich damit von ihrer ultra-expansiven Geldpolitik distanzierte.
In den vergangenen zehn Jahren hat die entschlossene Haltung der Bank of Japan, an ihrer ultralockeren Geldpolitik festzuhalten, zu einer wachsenden geldpolitischen Divergenz im Vergleich zu anderen Zentralbanken, insbesondere der US-Notenbank, geführt. Dies verstärkte die Renditedifferenz zwischen 10-jährigen US-Staatsanleihen und japanischen Staatsanleihen und stärkte den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen. Mit der Entscheidung der BoJ im Jahr 2024, ihre expansive Geldpolitik schrittweise zu lockern, und dem gleichzeitigen Beginn von Zinssenkungen in anderen großen Zentralbanken, wird diese Differenz nun zunehmend eingeengt.
Der schwächere Yen und steigende globale Energiepreise haben die Inflation in Japan über das Ziel der BoJ von 2 % hinausgetrieben. Zusätzlich hat die Erwartung steigender Löhne – ein zentraler Treiber der Inflation – diese Entwicklung weiter verstärkt.