Das Paar NZD/USD wird am Donnerstag im frühen asiatischen Handel mit leichten Verlusten um 0,5950 gehandelt. Der US-Dollar (USD) gewinnt gegenüber dem neuseeländischen Dollar (NZD) an Stärke, da US-Inflationsdaten die Erwartungen an eine Zinserhöhung der Federal Reserve (Fed) ansteigen ließen. Alle Augen werden sich später am Freitag auf das Jackson-Hole-Symposium richten.
Der Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) stieg in den 12 Monaten bis Juli um 3,7% und blieb damit unverändert gegenüber Juni sowie leicht über der Schätzung von 3,6%, wie das US-Handelsministerium am Mittwoch mitteilte. Auf Monatsbasis legte der PCE nach einem Rückgang um 0,1% im Juni um 0,2% zu und lag damit über dem Konsens von einem Wachstum von 0,1%.
In der Zwischenzeit blieb die Kerninflation des PCE, der bevorzugte Inflationsindikator der Fed, im Juli im Jahresvergleich bei 3,3% und entsprach damit den Erwartungen.
Dieser Bericht hielt die Markterwartung einer Zinserhöhung der Fed bis zum Jahresende am Leben, obwohl die bevorstehende Rede von Vorsitzendem Kevin Warsh in Jackson Hole „der ultimative Test sein wird“, sagte der Westpac-Ökonom Ryan Wells.
Laut dem CME FedWatch Tool preisen die Märkte derzeit eine Wahrscheinlichkeit von nahezu 38% für eine Zinserhöhung der Federal Reserve (Fed) um 25 Basispunkte (bps) im September ein, verglichen mit 36% vor den Daten.
Händler warten am Freitag auf die Rede von Fed-Vorsitzendem Kevin Warsh beim Jackson-Hole-Symposium. Diese Veranstaltung könnte einige Hinweise auf den Ausblick für die US-Zinsen liefern.
Brown Brothers Harriman weist darauf hin, dass sich die Aufmerksamkeit nun fest auf die nächste geldpolitische Sitzung der Reserve Bank of New Zealand richtet, wobei Elias Haddad betont, dass „die nächste geldpolitische Entscheidung der RBNZ, die auch eine neue geldpolitische Erklärung umfasst, am 2. September ansteht und eine weitere Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf 2,75% praktisch vollständig eingepreist ist.“ Dies unterstreicht die Markterwartung, dass die Zentralbank ihren Straffungszyklus fortsetzen wird, auch wenn jüngste Daten auf eine gewisse Schwäche bei den Einzelhandelsaktivitäten insgesamt hingedeutet haben.
Auf dem Tages-Chart behält NZD/USD einen konstruktiven bullishen Ton bei, da der Spot oberhalb des 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) und der Mittellinie der Bollinger Bänder bleibt. Der Kurs nähert sich dem oberen Bollinger Band, was darauf hindeutet, dass der jüngste Anstieg in Richtung des oberen Volatilitätsbandes ausgedehnt wird, während der Relative Strength Index (14) bei rund 61,7 im positiven Bereich bleibt, ohne bislang überkaufte Bedingungen zu signalisieren.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand am oberen Bollinger Band bei 0,5985, wo Käufer auf Gewinnmitnahmen stoßen könnten. Auf der Unterseite ergibt sich die erste Unterstützung am mittleren Bollinger Band bei 0,5905, vor einer tieferen Unterstützung am 100-Tage-SMA nahe 0,5845, wobei das untere Bollinger Band um 0,5830 die breitere Nachfragezone bei Rücksetzern untermauert.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.