Die Commerzbank verweist darauf, dass USD/MYR auf 4,07 gestiegen ist und der Ringgit damit den vierten Handelstag in Folge nachgegeben hat. Belastet wird die Währung durch ausländische Portfolioabflüsse aus malaysischen Aktien. Zugleich betont die Bank, dass eine robuste Industrieproduktion, eine stabile Binnennachfrage und der etwas restriktivere Ton der Bank Negara Malaysia weitere Verluste des MYR begrenzen dürften. Die Währungshüter dürften die vom Bergbau getriebene Schwäche in der Industrie ausblenden und den Fokus auf anhaltenden Inflationsdruck richten.
„Die Industrieproduktion im Juli überraschte negativ und stieg um 4,7 % gegenüber dem Vorjahr (Bloomberg-Konsens: 5,6 %), nach 6,5 % im Juni. Das war das schwächste Wachstum seit März.“
„Die Verlangsamung konzentrierte sich auf den Bergbau, während sich die Produktion im verarbeitenden Gewerbe und in der Stromerzeugung widerstandsfähig zeigte. Die zugrunde liegende Dynamik des Industriewachstums bleibt daher relativ solide, gestützt durch eine robuste KI-bezogene Nachfrage nach Elektronikprodukten und eine festere Binnennachfrage.“
„Mit Blick auf die Geldpolitik dürfte die Bank Negara Malaysia (BNM) über die schwächeren Gesamtdaten zur Industrieproduktion hinwegsehen. Die negative Überraschung konzentrierte sich auf den Bergbau und spiegelt eher strukturelle Rückgänge in reifen Ölfeldern wider als eine breit angelegte Abschwächung.“
„Am Devisenmarkt stieg USD/MYR gestern um 0,2 % auf 4,07 und legte damit den vierten Handelstag in Folge zu. Ausländische Portfolioabflüsse haben den MYR belastet. Seit Anfang September verkauften ausländische Investoren netto Aktien im Wert von 120 Millionen Dollar. Dennoch dürften der etwas restriktivere Ton der BNM und ein widerstandsfähiger Wachstumsausblick dazu beitragen, weitere MYR-Schwäche kurzfristig zu begrenzen.“
„Die insgesamt robuste Entwicklung im verarbeitenden Gewerbe und bei der Binnennachfrage dürfte den Wachstumsausblick relativ stabil halten. Zugleich sollten anhaltende Inflationsrisiken die restriktive Tendenz der BNM stützen.“