Der mexikanische Peso verliert gegenüber dem US-Dollar leicht an Boden, nachdem Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten gezeigt haben, dass der Arbeitsmarkt robust ist, während die Inflation weiterhin über dem 2%-Ziel der Federal Reserve liegt. Dies deutet darauf hin, dass höhere Zinssätze gerechtfertigt sind, was dem Greenback Rückenwind verleiht. USD/MXN notiert nahe 16,97 und legt um 0,09% zu.
Die Kursentwicklung zeigt, dass die mexikanische Währung in den letzten vier Handelstagen keine Traktion gewinnen konnte, möglicherweise weil sie auf die Rede von Fed-Vorsitzendem Kevin Warsh am Freitag in Jackson Hole wartet. Unterdessen hält solide US-Konjunkturdaten USD/MXN innerhalb der bekannten Grenzen.
US-Daten zeigten, dass die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für die Woche bis zum 22. August mit 203K unter den Schätzungen von 208K lagen. Dies bekräftigt die Stärke des Arbeitsmarktes, während sich das US-Handelsdefizit laut den USA ausgeweitet hat.
Trotzdem blieb der US-Dollar begrenzt, wie der US-Dollar-Index (DXY) zeigt. Der DXY, der den Wert des Dollars gegenüber sechs Währungen misst, verharrt unverändert bei 99,14.
Der Fokus der Marktteilnehmer liegt darauf, was Fed-Vorsitzender Kevin Warsh am Freitag in Jackson Hole sagen wird. Einige seiner Kollegen äußerten sich gegenüber den Medien und bekräftigten ihre Haltung zur Geldpolitik,
Boston-Fed-Chefin Susan Collins kommentierte, dass die jüngsten PCE-Daten den mittleren Ausblick nicht verändert hätten, wonach die aktuelle geldpolitische Ausrichtung restriktiv sei, räumte jedoch ein, dass eine Zinserhöhung "gerechtfertigt wäre, wenn die Inflation enttäuscht," laut WSJ.
Zuvor war Beth Hammack von der Cleveland Fed hawkish und sagte, der Arbeitsmarkt sei insgesamt im Gleichgewicht, und fügte hinzu, dass „jetzt der Zeitpunkt zum Handeln“ in Bezug auf eine Straffung der Geldpolitik sei.
Vor der Veröffentlichung der mexikanischen Wirtschaftsdaten stehen in den USA die Veröffentlichung des Verbrauchervertrauens der University of Michigan und die Rede von Warsh an.
Vor diesem Hintergrund kann eine hawkische Tendenz von Warsh USD/MXN wieder über 17,00 treiben und damit den Weg für weitere Gewinne ebnen. Auf der anderen Seite kann USD/MXN die Jahrestiefs unter 16,90 erneut testen.
Im Tageschart notiert USD/MXN bei 16,9782 und setzt damit den kurzfristig bärischen Ton fort, da der Spot weiterhin unter dem Cluster aus dem dreifachen einfachen gleitenden Durchschnitt (50-, 100- und 200-Tage-SMA) bei 17,3142 sowie unter der fallenden Widerstandstrendlinie von 18,1651 gedeckelt bleibt, die nun bei rund 17,3487 verläuft. Der jüngste 14-Tage Relative Strength Index bei 34,55 liegt knapp über dem überverkauften Bereich und deutet darauf hin, dass das Abwärtsmomentum weiterhin dominiert, aber etwas an Intensität verlieren könnte, da sich das Paar unter den genannten gleitenden Durchschnitten konsolidiert.
Auf der Abwärtsseite liegt die wichtige strukturelle Untergrenze bei dem langfristigen Trendlinienbruchniveau nahe 15,47, das die nächste wichtige Unterstützung markiert, falls der Verkaufsdruck wieder zunimmt. Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim dreifachen SMA um 17,31, dicht gefolgt von der fallenden Trendlinienbarriere bei 17,35; nur eine anhaltende Erholung über diese Widerstandszone würde den aktuellen bärischen Bias abschwächen und den Weg für eine deutlichere Erholung öffnen.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Der mexikanische Peso ist die am häufigsten gehandelte Währung in Lateinamerika. Sein Wert wird durch Faktoren wie die Wirtschaftslage Mexikos, die Ölpreise und die Zinspolitik der mexikanischen Zentralbank beeinflusst.
Das Hauptziel der mexikanischen Zentralbank Banxico ist es, die Inflation bei rund 3 % zu stabilisieren. Zu diesem Zweck passt sie den Leitzins an. Hohe Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Mexikanischen Peso (MXN) aus, da sie höhere Renditen bieten und ausländische Investitionen anziehen. Niedrigere Zinsen hingegen schwächen den Peso.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen sind essenziell, um den Zustand der mexikanischen Wirtschaft zu bewerten und haben direkten Einfluss auf den Wert des mexikanischen Pesos (MXN). Ein robustes Wirtschaftswachstum, geringe Arbeitslosigkeit und hohes Vertrauen stärken den Peso und machen das Land für ausländische Investoren attraktiv. Zudem könnte die mexikanische Zentralbank Banxico in einem solchen Umfeld die Zinsen anheben, insbesondere wenn die starke Konjunktur von steigender Inflation begleitet wird. Schwächelt jedoch die Wirtschaft, gerät der MXN unter Druck und tendiert zur Abwertung.
Der mexikanische Peso (MXN) zeigt als Schwellenländer-Währung besonders in risikofreudigen Marktphasen Stärke, wenn Investoren das allgemeine Marktrisiko als gering einstufen und vermehrt in risikoreichere Anlagen investieren. In Zeiten von wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktvolatilität tendiert der Peso hingegen zur Schwäche, da Anleger sich von risikobehafteten Vermögenswerten abwenden und stattdessen in stabilere „sichere Häfen“ flüchten.