Motorola hat weitere Einzelheiten zum kommenden Android-17-Update für seine Smartphones bekannt gegeben. Die neue Software bringt eine überarbeitete Benutzeroberfläche, zusätzliche Personalisierungsoptionen und mehrere KI-Funktionen. Für das Motorola Edge (2025) und das Motorola Signature ist die Aktualisierung bereits verfügbar, weitere Modelle sollen nun schrittweise folgen.
Zu den auffälligsten Neuerungen zählt eine überarbeitete Darstellung für Live-Updates. Benachrichtigungen werden künftig näher an der Aussparung für die Frontkamera angezeigt und erinnern damit an das Dynamic-Island-Konzept anderer Smartphones. Gleichzeitig erweitert Motorola die Unterstützung für Anwendungen von Drittanbietern.
Auch die Benutzeroberfläche HelloUI wird angepasst. Dazu gehören ein neu gestaltetes Einstellungsmenü, veränderte Lautstärkeregler sowie ein klassisches Kontrollzentrum. Zudem erhalten die Symbole für WLAN, Mobilfunk und Akkustand ein neues Erscheinungsbild.
Der App-Drawer bekommt eine übersichtlichere 3x3-Anordnung, einen stärkeren Unschärfeeffekt im Hintergrund sowie eine neue Funktion zum Erstellen von Ordnern. Auf dem Sperrbildschirm stehen künftig zusätzliche Optionen für Uhren, Schriftarten und weitere Design-Elemente zur Verfügung. Neue Gesten ermöglichen unter anderem Screenshots per Drei-Finger-Wischbewegung und eine schnellere Nutzung des geteilten Bildschirms.
Mit Android 17 führt Motorola zudem den KI-Assistenten Qira ein. Hinzu kommen automatische Zusammenfassungen von Benachrichtigungen, stapelbare Widgets, an das gewählte Design angepasste App-Symbole, eine verbesserte HDR-Helligkeit, Stereo-Audio im Querformat und eine integrierte Anzeige zum Zustand des Akkus. Mithilfe maschinellen Lernens sollen weniger wichtige Benachrichtigungen erkannt und in einem separaten, zurückhaltender dargestellten Bereich gebündelt werden.
Mehr als 50 Motorola-Geräte sind bislang für das Update bestätigt. Dazu zählen Modelle aus den Reihen Razr, Edge und Moto G. Auf der Liste stehen unter anderem Razr 70, Razr 2026, Razr 60, Razr 2025, Razr 50 Ultra, Edge 70, Edge 60, Edge 2026, Edge 2025 und Edge 50 Ultra sowie mehrere Smartphones der Moto-G-Serie. Einige Geräte wie das Edge 50 Neo und Edge 60 Neo fehlen allerdings zunächst, obwohl für sie mehrere größere Android-Aktualisierungen vorgesehen sind.
Einen detaillierten Zeitplan für die Verteilung hat Motorola bislang nicht veröffentlicht. Der genaue Zeitpunkt dürfte daher je nach Modell und Markt unterschiedlich ausfallen. Geräte, die bereits am Betatest teilnehmen, könnten die stabile Version früher erhalten. Für andere Smartphones müssen Nutzer zunächst weitere Ankündigungen des Herstellers abwarten.