Das auf Ethereum (ETH) ausgerichtete Treasury-Unternehmen BitMine Immersion Technologies (BMNR) hat seine ETH-Käufe mit einer weiteren Runde wöchentlicher Zukäufe fortgesetzt.
Das Unternehmen kaufte in der vergangenen Woche 53.501 ETH - so viel wie in keiner Woche seit Juni. Zugleich war es bereits die 65. Woche in Folge mit ETH-Käufen. Damit ist der Bestand von BitMine auf 5,901 Millionen ETH im Wert von zum Zeitpunkt der Veröffentlichung 14,63 Milliarden US-Dollar gestiegen.
ETH zählt im dritten Quartal zu den Vermögenswerten mit der stärksten Performance und hat den S&P 500 laut BitMine-Chairman Thomas Lee um 5.430 Basispunkte übertroffen.
„Wir glauben, dass dies die Voraussetzungen dafür schafft, dass institutionelle Investoren ihre Kryptobestände aufstocken, nachdem Kryptowährungen im bisherigen dritten Quartal andere Makro-Assets deutlich übertroffen haben“, schrieb Lee in einer Mitteilung vom Montag.
Als mögliche Treiber nannte er mehrere Faktoren, darunter die für Mitte September angesetzte Verfahrensabstimmung im US-Senat über den CLARITY Act zur Regulierung des Kryptomarktes, eine Umschichtung koreanischer Anleger von KI-Aktien in Kryptowährungen sowie eine mögliche Bodenbildung im vierjährigen Kryptomarktzyklus.
„Damit sind aus unserer Sicht die Voraussetzungen für umfangreiche Käufe von Kryptowährungen durch institutionelle Investoren in den letzten Monaten des Jahres 2026 geschaffen - insbesondere angesichts des Rückenwinds durch Tokenisierung und agentenbasierte KI“, erklärte Lee.
BitMine hielt zudem über sein Made in America Validator Network (MAVAN) weiterhin 5,067 Millionen ETH im Staking. Daraus könnten auf Jahresbasis Staking-Erträge von 335 Millionen US-Dollar entstehen.
Das Unternehmen meldete außerdem Bestände von 211 Bitcoin (BTC), eine Beteiligung an Beast Industries im Wert von 180 Millionen US-Dollar, Aktien von Eightco Holdings (ORBS) im Wert von 81 Millionen US-Dollar sowie liquide Mittel und marktgängige Wertpapiere von insgesamt 541 Millionen US-Dollar.
Der gestiegene Bargeldbestand und die Zukäufe gehen mit einem höheren Handelsvolumen der BMNR-Aktie einher. Dieses lag im Fünf-Tage-Durchschnitt bei 1,36 Milliarden US-Dollar. Damit belegte die Aktie in den USA Rang 62 und lag direkt hinter Texas Instruments.
Die BMNR-Aktie notiert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei 25 US-Dollar und damit 6 Prozent im Plus.
Unterdessen verzeichneten börsengehandelte Ethereum-Fonds (ETFs) laut Daten von SoSoValue die zweite Woche in Folge Nettozuflüsse. Diese beliefen sich auf 824,42 Millionen US-Dollar und erreichten damit den höchsten Stand seit Oktober.
Bei Ethereum kam es in den vergangenen 24 Stunden laut Daten von Coinglass zu Liquidationen im Volumen von 103,3 Millionen US-Dollar. Davon entfielen 71 Millionen US-Dollar auf Long-Positionen.
Im Tageschart setzt Ethereum seine kurzfristig bullische Tendenz fort. Der Kurs hält sich über den exponentiell gleitenden Durchschnitten (EMA) der vergangenen 20, 50, 100 und 200 Tage. Diese verlaufen aufgefächert unterhalb des aktuellen Kurses und untermauern damit die weiterhin konstruktive Trendstruktur.
Der größte Altcoin stößt auf neue lokale Höchststände vor. Der 14-Tage-Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei rund 71, der Stochastik-Oszillator bei etwa 87. Beide Indikatoren signalisieren damit zwar eine überkaufte Marktlage, zugleich bleibt das Aufwärtsmomentum jedoch stark. Mögliche Rücksetzer wären vor diesem Hintergrund zunächst als Konsolidierung innerhalb des bestehenden Aufwärtstrends einzuordnen.
Auf der Unterseite liegt eine erste Unterstützung am jüngsten horizontalen Niveau bei rund 2.431 US-Dollar. Darunter folgen der 20-Tage-EMA und der Bereich um 2.172 US-Dollar. Zusätzliche Unterstützung liefert die Nachfrage im Bereich der 50-, 100- und 200-Tage-EMAs, die sich ungefähr zwischen 2.160 und 2.090 US-Dollar bündeln.
Bei stärkeren Kursverlusten würden zunächst 1.961 US-Dollar und anschließend 1.809 US-Dollar in den Fokus rücken. Auf der Oberseite liegt der nächste Widerstand bei 2.680 US-Dollar, gefolgt von einer höheren Hürde bei 2.879 US-Dollar. Ein Ausbruch darüber würde den Weg für eine Fortsetzung der übergeordneten Aufwärtsbewegung öffnen.